Der Welpe ist in seinem neuen Zuhause eingetroffen, die Freude ist groß und es warten viele gemeinsame Erlebnisse auf Familie und Hund. In den nächsten Jahren wird der Welpe Teil des Alltags sein. Und damit diese Zeit so erfolgreich wie möglich wird, ist die Prägung in den ersten sechs Monaten von großer Bedeutung.

Bevor der Welpe sozialisiert wird

Der kleine Welpe muss Gelegenheit haben, sich im Haus „zurechtzufinden“ und sein neues Zuhause und die Umgebung kennenzulernen. Er muss möglichst viele positive Erfahrungen sammeln und sich gleichzeitig an Dinge wie zum Beispiel den Staubsauger, den Geschirrspüler usw. gewöhnen.

Als Besitzer müssen Sie jedoch auch darauf achten, dass der kleine Kerl seine Ruhezeiten erhält. Wenn er müde ist, dann lassen Sie ihn in Ruhe schlafen, bis er wieder frisch und munter ist.

Der Kontakt mit Kindern ist für Welpen etwas sehr Positives – deshalb ist es gut, wenn Kinder, falls möglich, viel Zeit mit ihm verbringen und engen Kontakt haben, zum Beispiel indem sie mit ihm spielen, ihn ausführen und es sich mit dem Welpen „gemütlich“ machen.

Setzen Sie den Welpen keinem Stress aus

Es kann eine gute Idee sein, sich auf die Dinge zu konzentrieren, die dem ausgewachsenen Hund vertraut sein sollen. All diese Dinge muss der Welpe nach und nach lernen – nicht vom ersten Tag an, an dem er im neuen Zuhause eintrifft, sondern Schritt für Schritt, wie bei jedem anderen Training auch.

Sozialisierung ist keine präzise Wissenschaft. Es geht im Grunde genommen darum, dass der Welpe an der Seite des Besitzers viele verschiedene Tiere, Menschen, Geräusche und Düfte kennenlernt – also Dinge, mit denen er für den Rest seines Lebens in Kontakt kommen wird. Ich nutze dabei einen ganz praxisbezogenen Ansatz und lasse meine Welpen nach und nach „neue Abenteuer“ erleben.

Es geht darum, das Training so ausgewogen zu gestalten, dass der Welpe nicht „übersozialisiert“ wird. Er muss nicht andauernd etwas Neues erleben, denn das wäre zu stressig für ihn. Der Welpe muss sich beim Training in erster Linie auf den Besitzer konzentrieren. Deshalb ist es nach wie vor sehr wichtig, dass der Kontakt zwischen Hund und Hundeführer Priorität hat. Die Sozialisierung muss gemächlich und in aller Ruhe erfolgen.

5 Tipps für das anfängliche Training

  • Gewöhnen Sie den Hund an die Leine und verlängern Sie die Dauer der Leinenspaziergänge.
  • Bringen Sie dem Hund bei, dass er sich hinsetzt, bevor er durch die Tür geht und vor dem Fressen.
  • Gewöhnen Sie ihn daran, „am gleichen Ort“ zu schlafen.
  • Die Stimmführung mit „Ja“ und „Nein“ muss von Anfang an trainiert werden. Loben Sie den Hund, wenn er das gewünschte Verhalten zeigt.
  • Gehen Sie viel mit dem Hund in unterschiedlichen Terrains spazieren – Feld, Wald usw.


Zutrauen ist nicht angeboren

Ich habe in einem früheren Blogbeitrag bereits beschrieben, wie wichtig es ist, sich von einem Züchter unterstützen zu lassen, der Zeit mit den Welpen verbringt und ihnen gute, prägende Erfahrungen vermittelt. Das ist mit Gold nicht aufzuwiegen, denn das Zutrauen zu Menschen ist dem Hund nicht angeboren.

Es ist ein wichtiger Lernprozess, den der Hund durchlaufen muss. Und Sie als Hundebesitzer haben dabei eine zentrale Funktion: Sie müssen das Training weiterführen, mit dem der Züchter begonnen hat. Dies muss durch positive Erfahrungen geschehen, bei denen der Welpe in erster Linie Zutrauen zu Menschen erlernt, aber auch ein „Umwelttraining“ erhält.

Ein paar gute Tipps ...

Im nächsten Blogbeitrag geht es um den Beginn der eigentlichen Jagdausbildung. Aber bevor wir uns dieses Thema näher ansehen – hier sind ein paar gute Tipps für Jäger, die einen kleinen Welpen haben.


  1. Forcieren Sie das Training nicht
    Viele Leser haben sich einen Jagdhund mit dem Ziel angeschafft, mit einem tüchtigen und umgänglichen Hund auf Jagd zu gehen. Und das gelingt den meisten auch. Aber denken Sie daran: Auf dem Weg zum gut ausgebildeten Jagdhund muss der Welpe wirklich viele Dinge lernen.

    Daher darf das Training nicht forciert werden und Sie sollten nicht dort über „den Zaun springen“, wo er am niedrigsten ist. Bis das Grundtraining einem Hund in Fleisch und Blut übergegangen ist, sind viel Motivation und unzählige Wiederholungen erforderlich.

  2. Spielen und Lernen gehören zusammen
    Man kann dem Welpen durchaus erlauben, mit Flügeln von z. B. Fasanen, Rebhühnern oder vielleicht sogar Schnepfen zu „spielen“. Es ist gut für den Hund, wenn er die Möglichkeit bekommt, an den Flügeln zu schnuppern, und vielleicht kann er sogar schon damit zu beginnen, einfachere Apportieraufgaben auszuführen.

  3. Sozialisierung gemeinsam mit anderen Hunden
    Sie können sich auch einer Welpenschule anschließen. Man kann sich dort nützliche Ideen holen und der Welpe profitiert von der Gesellschaft anderer Hunde. Sie werden eventuell feststellen, dass der Welpe dort nicht so gut hört, wie zu Hause, wo er im Großen und Ganzen „das kann, wozu man ihn auffordert“.

    Wenn dies der Fall ist, dann verlieren Sie nicht die Lust und den Optimismus – kehren Sie einfach nach Hause in den „Schulungsraum“ zurück und setzen die gute Arbeit mit dem Welpen fort.


Einen Hund zu haben, kann sehr viel Freude bereiten. Auch wenn das erste Jahr mit dem Welpen ein wenig herausfordernd wirken mag: Der Aufwand wird sich auszahlen. Man wird mit einem angenehmen und glücklichen Hund belohnt, mit dem der Alltag und die gemeinsamen Erlebnisse noch schöner werden.

Ein gut funktionierender Hund ist in jeder Hinsicht ein Vergnügen – ob zu Hause oder auf der Jagd. Man sollte immer daran danken, dass der Hund sich an den Tagen, an denen er nicht mit auf Jagd geht, zu Hause und in der Familie integrieren muss.

Viel Erfolg!

FaLang translation system by Faboba

Diese Seite nutzt Cookies.

Wenn Sie nicht möchten, dass Browser-Einstellungen ändern, stimmen Sie hiermit zu. Erfahren Sie mehr.

Ich akzeptiere.