Noch vor einigen Jahren gab es relativ wenige Graugänse. Doch in den letzten Jahren ist der Bestand stetig gewachsen, sodass es heute Graugänse in reicher Zahl gibt.

Vor mehreren tausend Jahren zähmte der Mensch die wilden Graugänse, um Eier, Fleisch und Daunen verwerten zu können. Heute spielt die Graugans jedoch keine große Rolle mehr in der Landwirtschaft. Für Jäger, die in den letzten Jahren immer mehr Tiere erlegt haben, ist sie aber um so bedeutender geworden.

 

Aussehen


Die Graugans (Anser anser) ist die größte Grans in der Gruppe der grauen Gänse.

Sie hat eine grau und weiß gefleckte Federtracht, einen orangenen Schnabel und hellrote Beine.

Die Graugans wird 90 cm lang, bis zu 3-4 kg schwer und hat eine Flügelspannweite von 175 cm.

Der Gänserich ist etwas größer als die weibliche Gans.

Graugänse sind recht laut. Man kann von Weitem hören, wenn sich ein Gänseschwarm fliegend nähert. Auch am Boden und im Wasser wird lebhaft weiter geschnattert.

 

Fortpflanzung

Graugänse zeigen eine sehr große Partnertreue. Das Nest wird zu ebener Erde in hohem Gras, Schilf oder auf kleinen schwimmenden Inseln mit Vegetation draußen im Wasser gebaut. Es wird mit Federn und Daunen ausgekleidet und im Schnitt werden sechs Eier gelegt, die ca. 6 x 9 cm messen. Die Brutzeit beträgt etwa 28 Tage. Es brütet allein das Weibchen und der Gänserich hält sich in der Nähe des Nestes auf.

Beide Elternvögel versorgen die Brut. Nach zwei Monaten sind die Gössel flugfähig. Bereits einen Monat früher haben sich die Flügel- und Schwanzfedern der Elternvögel erneuert, sodass sie nun auch wieder losfliegen können.

 

Nahrung

Graugänse sind Pflanzenfresser und leben hauptsächlich von verschiedenen Gräsern. Frisch gekeimtes Gras oder Getreide enthält viel mehr Nahrung als altes Gras. Daher sieht man die Graugänse auf Wiesen mit Schafen, Pferden und Kühen nach Nahrung suchen. Frisch geschnittenes Gras steht auch auf dem Speiseplan der Graugänse, weshalb Graugänse auch oft in Stadtparks anzutreffen sind.

Da Gräser aber keine so hohe Nahrungsdichte aufweisen, wenden die Gänse sehr viel Zeit für die Nahrungssuche auf. Die Gräser passieren das Verdauungssystem der Gans recht zügig, sodass die Gänse erhebliche Mengen an Kot hinterlassen, was den anderen Besuchern von Parks und Fußballplätzen nicht unbedingt Freude bereitet. Wenn ein Schwarm hungriger Gänse auf den Feldern landet, können sie an den Feldfrüchten großen Schaden anrichten. Daher werden vielerorts Abschussgenehmigungen eingeholt, um den Bestand zu reduzieren und so die Schäden auf den Feldern gering zu halten.

 

Wo brütet die Graugans?

Das Verbreitungsgebiet der Graugans zieht sich wie ein breiter Gürtel über die nördliche Halbkugel. Von dort ziehen sie zum Brüten in den Norden. Wärmere Winter und nahezu ganzjährig grüne Felder haben dazu beigetragen, dass der Bestand an Stand- und Brutvögeln in den letzten Jahren in Dänemark stark gestiegen ist.

Die Gänse treffen Ende Februar in großen Schwärmen ein und im März und April beginnen sie Paare zu bilden. Mit zunehmendem Bestand an Brutvögeln müssen die Gänse auch neue Nistplätze finden. Deshalb sieht man Gänsenester mittlerweile an den merkwürdigsten Orten. In der Regel jedoch in der Nähe von Wasser, auf das sie flüchten können, wenn sie ihr altes Federkleid verlieren.

 

Jagd

Im August sammelnd sich die Graugänse wieder in Schwärmen, um zu den Küsten zu fliegen, und manche treten den Flug nach Süden an. Die Jagdzeit für Graugänse begann bisher am 1. September. Wenn die Gänse die Felder und Wiesen in der letzten Augustwoche verlassen, dann glaubt man, dass sie wissen, wann die Jagdzeit beginnt.

Die Graugans kann den ganzen Herbst über gejagt werden, Hochsaison ist jedoch in den Monaten September und Oktober, wenn auch Graugansschwärme aus dem nördlichen Skandinavien vorbeiziehen.


Immer mehr Jäger finden Freude an dieser spannenden Gänsejagd. Der Bestand an Graugänsen steigt und gleiches tut die Auswahl an Ausrüstung für diese Jagdform. Graugänse können sehr gut sehen und sind sehr wachsam. Daher gilt es, gut verborgen zu sein und geduldig warten zu können, bis die Gänse in Schussentfernung sind.

Da Gänse große Vögel sind, schießen manche Jäger aus zu weiter Entfernung, da sie glauben, die Gänse seien näher, als sie eigentlich sind. Graugänse sind recht widerstandsfähig, fliegen sehr schnell und haben kräftige Federn und eine dicke Schicht Daunen. Daher sollte man bei Schussabgabe nie weiter weg als 25 Meter stehen und Patronen mit großen Schrotkugeln und schnell abbrennendem Pulver verwenden.

 

Welche Ausrüstung?

Bei der Ausrüstung steht die Anschaffung eines guten Verstecks an erster Stelle. Es gibt Boxen, aus denen man beim Eintreffen von Gänsen ganz geschwind aufspringen kann. Man liegt dann in der getarnten Box und öffnet erst den Deckel, wenn sich die Gänse in Schussentfernung angenähert haben. Ein Schwarm Lockgänse von hoher Qualität erhöht das Jagdglück um ein Vielfaches. Auch eine Lockflöte kann einen Schwarm Graugänse dazu bringen, die Richtung zu ändern und vor dem Versteck des Jägers zu landen.

Ein apportierender Hund, der mit großen Vögeln umgehen kann, ist unbedingt erforderlich, denn eine angeschossene Graugans kann auch mit steifen Flügeln noch richtig weit fliegen.

 

Gans auf dem Tisch

Graugans schmeckt einfach wundervoll. Wenn man genug Geduld und Vorsicht aufbringt, eine oder zwei Gänse so zu rupfen, dass die Haut unbeschädigt bleibt, dann gibt es kaum ein schöneres Weihnachtsessen als gebratene Wildgans mit Rotweinsauce, Rote Johannisbeeren-Gelee, Waldorfsalat und Kartoffeln.

Man kann auch die Brustfilets herausschneiden und als Steaks braten oder die Gänsebrust räuchern und als Vorspeise servieren. Da eine Wildgans nicht so viel Fleisch angesetzt hat wie eine Mastgans, sollte man stets zwei statt nur einer Gans zubereiten.

 

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