Die Bockjagd geht als Pirschjagd oder Ansitzjagd vor sich.
Auf der Pirsch bewegt sich der Jäger lautlos durch sein Jagdrevier. Immer gegen den Wind, damit er das Revier nicht verstänkert, das Wild ihn wittert und flüchtig wird.

 

Auf der Pirsch ist jede schnelle Bewegung zu vermeiden, dafür erfolgt immer wieder der Griff zum Fernglas. Die Bockjagd findet in den warmen Monaten des Jahres statt und kann den ganzen Tag von Erfolg gekrönt sein. Die meisten Jäger sind zwar abends und morgens draußen, doch auch mitten am Tag kann man einen Bock antreffen.

Bei der Ansitzjagd sitzt der Jäger auf einem Leitersitz oder dem Hochsitz, die sich an einer Lichtung, entlang der Waldwege oder Wallhecke befinden, wird auf Feldern gejagt. Die Bockjagd hält einen Zusatzgewinn bereit. Aufgrund der langsamen Fortbewegungsweise wird auch die ganze übrige aus nächster Nähe Fauna erlebbar.


Herausforderungen bei der Bockjagd

Die Bockjagd findet in der warmen Jahreszeit statt, aber nichtsdestotrotz kann es morgens und abends im Frühling noch sehr frisch sein.

Eine gute Tarnung ist wichtig, denn obwohl Rehe keine Farben erkennen, wie wir das tun, Kontraste nehmen sie sehr deutlich wahr. Deshalb muss man eine Tarnung wählen, die sich für die Sommermonate eignet – Tarnbekleidung, in der man sich lautlos fortbewegen kann.

Rehe haben ein ausgezeichnetes Gehör, es braucht nicht viel, um an einem stillen Sommermorgen das Wild zu vergrämen. Die größte Herausforderung bei der Bockjagd ist es, unbemerkt zu bleiben. .

Deerhunter empfiehlt

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Jagdgeschichte eines Jägers

Böcke

Es gibt viele Arten von Rehböcken. Da gibt es die neugierigen, die am Randgebiet des Platzhirsches gejagt werden. Junge, schöne Rehe mit kleinen Spießen oder kleine Gabelböcke, die vielversprechend aussehen. Knopfböcke und Mönche, interessante abnorme Böcke und symmetrische Sechsender. Böcke mit hohen schlanken Stangen und jene mit einem großen Rosenstock und Perlen.

„Mörder“ mit langen dolchartigen Stangen. Dunkle und kompakte Böcke und Bastböcke.
Und dann gibt es da noch den alten, den man seit Jahren im Auge behalten hat und sich jedes Jahr erneut die Spannung aufbaut, ob er noch immer da ist.

Bereits Wochen, bevor die Jagd überhaupt erst losgeht, sind die Gedanken des Jägers bei der Jagd; Vorfreude, Hoffnung und ein Traum, der Traum dem „Geisterbock“ diesmal auf die Schliche zu kommen. Immer erschien er bisher nur für Momente im Walddickicht auf der Bildfläche – und war auch schon wieder im Schutz des Waldes untergetaucht. Bis spät abends versuchte man mit dem Fernglas in der Hand das Rehwild anzusprechen, das vor den Bäumen auftauchte, um im nächsten Augenblick wieder dahinter zu verschwinden. War er es oder doch „bloß“ eine Ricke? Vielleicht lässt er sich blicken, wenn er dem Jährigen aus dem Einstand hinterherjagt, um Sekunden später in weiten Fluchten wieder abzuspringen. Nicht umsonst heißt es, dass es schon seinen Grund hat, dass sie so alt wurden. Sie sind nicht zu überlisten. Ab und zu hört man von Jägern, sie hätten einen Hirsch, gar einen kapitalen mit prächtiger Trophäe geschossen, den sie noch nie zuvor in ihrem Revier gesehen hätten. Soll der die ganze Zeit dagewesen sein? Gibt es im Wald wirklich noch vieles, was wir gar nicht kennen?

Wer früh morgens noch im Dunkeln zum Leitersitz wandert kennt das Gefühl, als würde man von zwei Lichtern beäugt werden. Ist es vielleicht „bloß“ eine Ricke? Schlaftrunken und aufgeregt, harrt man in der Dunkelheit aus, bevor die ersten Lichtstrahlen durchs Gehölz brechen. Man lauscht intensiv, denkt an die Windrichtung und ans letzte Jahr, als uns der Bock zum Narren hielt. „Bleib jetzt sitzen, nur sitzen bleiben“, reden wir uns gut zu: „Er wird noch kommen.“

Dennoch, man ist mit der Geduld am Ende, gibt sich damit zufrieden, klettert vom Ansitz und geht auf die Pirsch.

Die Wärme der Frühlingssonne ist zu spüren und mit dem Vogelgesang verändert sich die Stille – an ihre Stelle tritt eine hellwache Stille, die nur hinter den Geräuschen der frühen Morgenstunde zu vernehmen ist.

Der junge Bock steht unten am Waldweg, nichts ahnend äst er, sichert nur sporadisch. Ist die Leichtsinnigkeit und Unerfahrenheit des Einjährigen nicht verlockend?

Doch, gewiss! Aber der Traum vom alten hat völlig Besitz von einem ergriffen. Begleitet man einen Bock länger, baut sich über die Jahre ein besonderes Verhältnis zu ihm auf – er wird zum eigenen, ganz besonderen Bock. Viele Abende und Morgen – und Vormittage und ganze Nachmittage bringt man mit Suchen, Ansitzen, Warten und Sinnieren zu. Vielleicht haben wir ihn auch in dieser Saison schon einmal kurz zu Gesicht bekommen? Zweifel machen sich breit. War es überhaupt er?

Vielleicht bilden wir es uns nur ein und möchten einfach daran glauben? Genau so wird es sein! All das gehört ausnahmslos zur Bockjagd dazu und es ist das Beste daran.

Eines Tages erwischt er uns nicht!

 

Troels Pedersen

Troels Pedersen
40 Jahre alter Jäger, Musiker und Schriftsteller.
Dänemark
Geht seit 1999 auf die Jagd
Lieblingsjagd: Schnepfenjagd
Wahl der Waffe: Henry Atkin 12/70

Bestes Jagderlebnis
Am 2.11.2016 war ich mit zwei guten Freunden in einem kupierten Gelände zwischen hohen Waldkiefern auf der Jagd. Mein Hund suchte energisch zwischen zwei kleinen bemoosten Anhöhen, als plötzlich nebeneinander zwei Schnepfen gemeinsam aufstehen. Ich erinnere mich noch gut an den Sog in der Brust als auch Nummer zwei in der Luft getroffen wurde – es war als hingen beide für einen kurzen Moment still in der Luft, bevor sie in einer Lichtung zu Boden fielen. Mein Hund holte beide.

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