Krähen sind mehr als nur misstrauisch! Sie äugen alles. Nah genug an sie heranzukommen, um antragen zu können, ist schwierig. Die Krähenjagd geht meist auf dem Morgenstrich vor sich, wenn sie ihre Futterplätze aufsuchen.

 

Um bei der Krähenjagd erfolgreich zu sein, sind zuvor viele Tage in die Beobachtung ihrer Strichrouten zu investieren. Die Verwendung von Lockvögeln empfiehlt sich – entweder Krähenattrappen oder eine Kunststoffeule. Ebenfalls sehr effizient sind Krähenlocker.

Mit etwas Übung gelingt es mit den Lockrufen, die Aufmerksamkeit der Krähen auf das Lockbild zu lenken. Eine gute Tarnung ist notwendig und nicht vergessen: Die Krähe sieht den Jäger von oben.

Deckung hinter etwas zu suchen, reicht nicht immer aus. War man auf einem Strich erfolgreich, ist davon auszugehen, dass die Standkrähen diese Stelle für die nächste Zeit meiden werden. Man ist gezwungen neue Striche der Krähen auszukundschaften.

Es ist eine sehr aufregende und herausfordernde Jagd, die meist nicht viel kostet, denn die meisten möchten ihre Krähenbestände zum Schutz der übrigen Fauna reduzieren.


Herausforderungen bei der Krähenjagd

Die größte Herausforderung bei der Krähenjagd ist die Tarnung. Krähen äugen sehr gut und nehmen sie nur die geringste Veränderung in ihrer Umgebung wahr, entscheiden sie sich für einen anderen Strich.

Man darf nicht vergessen, die Krähen haben diesen Strich über eine lange Zeit Tag für Tag genutzt und kennen die Umgebung besser als wir. Zudem ist die Jagdzeit sehr lang, weshalb je nach Jahreszeit und Temperaturen unterschiedliche Tarnung benötigt wird.

Nur der geübte Jäger wird auf der Krähenjagd belohnt, da sie viel Erfahrung und Ausdauer erfordert. Die Krähenjagd ist eine aufregende, herausfordernde Jagd, auf die man nicht geht, weil es einem die Zeit gerade erlaubt.

Nein, ohne gründliche Vorbereitung – ohne Deckung und richtige Bekleidung läuft gar nichts.

Deerhunter empfiehlt

Sneaky Serie

Sneaky 3D Überzieh Anzug m. Jacke

  • Weitenregulierung an der Unterkante mit Gummizug
  • Weitenregulierung am Ärmelbündchen mit Gummizug
  • Hose mit Gummizug an Bund und Unterkante

Sneaky 3D Handschuhe m. Dots

  • Mit Noppen an der Handfläche
  • Handschuhe mit Blättermuster auf dem Handrücken

Sneaky 3D Gesichtsmaske

  • Bestes Tarnmuster
  • Schlaufen zum Verstellen

Sneaky 3D Cap m. Maske

  • Maximale Tarnung
  • Jagdanzug und Gesichtsmaske Two-in-One

 

Jagdgeschichte eines Jägers

Schwarze Vögel und ein ausgewachsener Hund

Wer mit dem Flugzeug nach Dänemark kommt, erkennt aus den kleinen Fenstern auf den ersten Blick, Dänemark muss ein Bauernstaat sein. Das Land scheint aus kleinen gelben, grünen und braunen Vierecken zusammengestoppelt zu sein. Diese Felder gehören natürlich zu den Bauernhöfen und es gibt nicht einen Hof, der nicht seinen eigenen Bestand an Stand- und Zugkrähen hat. Auf einem dieser Höfe war ich einmal auf Krähenjagd. Krähen suchen gerne den zum Hof gehörenden Misthaufen auf. Sind sie dort nicht anzutreffen, sind sie auf den Feldern oder wildern in den Baum- und Erdnestern der kleineren Vögel.

Krähen sind gewiefte Kombattanten! Sie sind kein leichtes Opfer, das sich mit billigen Tricks überlisten lässt oder so nebenbei von einer Wallhecke aus geschossen werden kann. Man hüte sich vor Hochmut gegenüber der Krähe. Eine Krähe zu erlegen erfordert einen Jäger, der ihr ebenbürtig ist. Häufig fühlt man sich im Kampf unterlegen, schließlich ist man nur ein armer Eindringling in ihre vertraute Umgebung, in der nichts dem Zufall überlassen bleibt.

Eine Woche, bevor die Jagd vonstatten gehen sollte, hatte ich die Deckung mit Tarnnetz und aufgesteckten Zweigen und Blättern von den Bäumen und Büschen der Umgebung vorbereitet. Das war auf einem schönen, alten, gelb gestrichenen Erbhof, der seit Jahrhunderten von Generation zu Generation weitergegeben wird. Der Landwirt war selbst Jäger und wollte seine Rebhühner schützen. Deshalb erhielten ein Freund und ich die Erlaubnis, unser Glück auf dem Feld hinter dem Hof zu versuchen. Der Tag gehörte zu den freigiebigen, beide kehrten wir mit einer Handvoll Vögel von der Jagd zurück.

Mein alter Hund war meine Begleitung beim Ansitz. Für junge Hunde, die Apportieren lernen sollen, ist die Krähenjagd nichts. Eine Krähe mit angeschossener Schwinge ist ein hitziges Biest, das nicht lange fackelt und mit dem Schnabel schnappt. Ist das für einen Junghund die erste Bekanntschaft mit der Vogelwelt, verliert er schnell das Selbstvertrauen und wird künftig einen weiten Bogen um gefiederte Wesen machen. Damit eine hinterhältige, wild gewordene Krähe ihre bittere Niederlage eingesteht, bedarf es schon eines erfahrenen Hundes.

Einige Tage später wollte ich mich erneut auf den Ansitz begeben, aber diesmal waren die Krähen die gewiefteren. Nicht ein einziges Mal kam ich zum Antragen. Sie hielten sich in gebührendem Abstand – sie wollten nichts abbekommen. Sie hatten von jemandem gehört, aus dieser Ecke des Feldes drohe Gefahr. Es war tatsächlich zu hören, wie sie in den Baumkronen einander Bescheid gaben. Das Krächzen hallte aus dem Tal wider, besserwisserisch lästerten sie über meine Anwesenheit und Absicht. Eine betörende Arroganz legen diese Vögel an den Tag. So einfach lassen sie sich nicht verjagen, sie bleiben beharrlich und seelenruhig, halten aber Abstand und sind unantastbar. Eine sensationslüsterne Klatschtante ist dieser Vogel, der aber selbst gerne in den Revieren anderer wildert. Man sitzt in der Deckung, ist getarnt und kommt sich doch völlig nackt vor – auf frischer Tat ertappt. Wie als kleiner Junge, der beim Stibitzen eines Kekses gestellt wurde. Alle starren dich an und man möchte vor Scham vergehen. So erging es mir mit den schwarzen Vögeln; Jäger und Hund müssen erst noch gerissener werden. Erst als wir mit schlappen Ohren zum Aufbruch nach Hause blasen, stehen sie zum Abschiedssalut auf.

 

Troels Pedersen

Troels Pedersen
40 Jahre alter Jäger, Musiker und Schriftsteller.
Dänemark
Geht seit 1999 auf die Jagd
Lieblingsjagd: Schnepfenjagd
Wahl der Waffe: Henry Atkin 12/70

Bestes Jagderlebnis
Am 2.11.2016 war ich mit zwei guten Freunden in einem kupierten Gelände zwischen hohen Waldkiefern auf der Jagd. Mein Hund suchte energisch zwischen zwei kleinen bemoosten Anhöhen, als plötzlich nebeneinander zwei Schnepfen gemeinsam aufstehen. Ich erinnere mich noch gut an den Sog in der Brust als auch Nummer zwei in der Luft getroffen wurde – es war als hingen beide für einen kurzen Moment still in der Luft, bevor sie in einer Lichtung zu Boden fielen. Mein Hund holte beide.

FaLang translation system by Faboba

Diese Seite nutzt Cookies.

Wenn Sie nicht möchten, dass Browser-Einstellungen ändern, stimmen Sie hiermit zu. Erfahren Sie mehr.

Ich akzeptiere.